Die Polizei vollstreckte in Regensburg drei Haftbefehle wegen mutmaßlichen Drogenhandels. Bei zwölf Durchsuchungen machten die Ermittler mehrere Funde. Ein Verdächtiger sprang aus dem Fenster und verletzte sich schwer.
Die Polizei hat am Donnerstag in Regensburg drei Haftbefehle vollstreckt und zwölf Objekte durchsucht. Hintergrund sind laut Polizeipräsidium Oberpfalz zwei Ermittlungsverfahren gegen insgesamt zehn Verdächtige wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Kokain und Cannabis in nicht geringer Menge, Schleusung und weiterer Delikte.
Die Ermittlungen der gemeinsamen Gruppe „BAO Brennpunkt” von Bundes- und Landespolizei beziehen sich nach Angaben der Polizei auf den Drogenhandel rund um den Regensburger Hauptbahnhof und die Maximilianstraße. Teilweise steht demnach auch der Verdacht im Raum, dass einige Beschuldigte als Bande agiert hätten.
Bei den Durchsuchungen in mehreren Wohnungen im Stadtgebiet und einzelnen Zimmern in Regensburger Asylunterkünften stellten die Einsatzkräfte laut Polizeibericht rund 500 Gramm Cannabis in Form von Marihuana und Haschisch, weitere geringe Mengen Betäubungsmittel, einen gestohlenen E-Scooter und Bargeld im niedrigen dreistelligen Bereich sicher. Bei einer Wohnungsdurchsuchung sprang ein 29-Jähriger nach Angaben der Polizei aus dem zweiten Obergeschoss und verletzte sich schwer. Er kam mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus.
Drei Verdächtige wurden am Donnerstagnachmittag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Regensburg vorgeführt und anschließend in Justizvollzugsanstalten in Bayern gebracht. Ein weiterer Verdächtiger aus einem der Verfahren war laut Polizeibericht bereits Mitte Juli festgenommen worden. Damals stellten Beamte rund 50 Gramm Kokain sicher.