Explosion in Regensburg: Mehrere Verletzte, Bewohner wegen Einsturzgefahr evakuiert | Amberg24

vor 46 Minuten
In einem Mehrfamilienhaus in Regensburg kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Explosion und einem Brand.  (Bild: Felix Kirberg/dpa)
In einem Mehrfamilienhaus in Regensburg kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Explosion und einem Brand. (Bild: Felix Kirberg/dpa)
In einem Mehrfamilienhaus in Regensburg kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Explosion und einem Brand. (Bild: Felix Kirberg/dpa)
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In einem Mehrfamilienhaus in Regensburg kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Explosion und einem Brand. (Bild: Felix Kirberg/dpa)

Explosion in Regensburg: Mehrere Verletzte, Bewohner wegen Einsturzgefahr evakuiert

Bei einer Explosion in einem Regensburger Wohnhaus sind mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. Weitere Bewohner wurden evakuiert. Ob es sich um eine Gasexplosion handelt, ist noch unklar. Was bisher über den Einsatz bekannt ist.

Nach einer Explosion hat es in der Nacht auf Mittwoch in einem Mehrfamilienhaus in Regensburg gebrannt. Der Einsatz dauert an. Mindestens vier Menschen wurden teilweise schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Wahrscheinlich seien es etwas mehr. Am Mittwochvormittag meldete die Polizei eine „einstellige Zahl” von Verletzten. Laut Feuerwehr werden zudem drei Personen vermisst. Es ist aber unklar, ob sich diese zum Zeitpunkt der Explosion überhaupt im Gebäude befanden.

Was war geschehen? Dienstagnacht um 3:54 Uhr wurde die Feuerwehr Regensburg zu einer Explosion in einem mehrstöckigen Wohngebäude in der Von-Reiner-Straße alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte bestätigten: Die Straßenseite eines viergeschossigen Wohnhauses war über zwei Etagen komplett zerstört. Trümmer lagen bis zum gegenüberliegenden Haus. Feuer drang bis in den Dachstuhl. Auf der Gebäuderückseite bot laut Polizeibericht sich das gleiche Bild.

Gebäude einsturzgefährdet

Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst begannen, die auf der Straße stehenden Menschen zu sichten und die angrenzenden Gebäude zu räumen. Aufgrund der Lage wurde umgehend eine Alarmstufenerhöhung auf Brand 5 und einen „Massenanfall von Verletzten” veranlasst.
Feuerwehrleute bekämpften den Brand von beiden Gebäudeseiten her von außen. Hierzu kamen mehrere B- und C-Rohre sowie zunächst zwei Drehleitern zum Einsatz. Aufgrund der Einsturzgefahr war es nicht möglich in die noch intakten Wohnungen zu gelangen oder den Brand im Innenangriff zu löschen. Immerhin verhinderten die Einsatzkräfte, dass sich das Feuer auf den gesamten Dachstuhl und die Wohneinheiten des Nachbarhauses ausbreitete. Dies bestätigte der Einsatz einer Drohne sowie einer dritten Drehleiter. Über sie war es möglich, den Dachstuhlübergang von außen zu öffnen.

Alle drei betroffenen Hausnummern des Reihen-Mehrfamilienkomplexes wurden durch den Energieversorger von der Strom-, Gas- und Wasserzufuhr getrennt. Die betroffenen Bewohner, die in einer Betreuungsstelle im angrenzenden Antoniushaus gesammelt wurden, können vorerst nicht zurückkehren. Laut Feuerwehr handelte es sich dabei um 27 Personen. In Abstimmung mit dem städtischen Sozialamt werden Unterkünfte organisiert.
Ob sich in den direkt betroffenen Wohneinheiten Personen befanden, die verletzt wurden, kann die Polizei derzeit noch nicht bestätigen oder verneinen. Um zumindest die nicht betroffenen Wohnungen betreten und die Nachbarschaft vor einem möglichen Einsturz zu schützen, ist derzeit das Technische Hilfswerk mit umfangreichen Abstützungsmaßnahmen beschäftigt. Hierzu sind auch überörtliche Kräfte beteiligt. Diese Arbeiten werden noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Einsatz dauert an

Die Feuerwehr ist aktuell noch mit zwei Löschfahrzeugen und zwei Drehleitern vor Ort. Auch der Rettungsdienst sichert die weiteren Maßnahmen ab. Die restliche Einsatzdauer ist ungewiss, auch zu den Ursachen der Explosion und der Schadenshöhe kann die Feuerwehr keine Aussage treffen. Neben der Berufsfeuerwehr Regensburg waren oder sind die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Burgweinting, Harting, sowie die Löschzüge Altstadt inklusive der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, Keilberg (Drohne) und Weichs eingesetzt.

Die Ursache der Explosion ist derzeit unklar, zwischenzeitlich gab es seitens der Polizei die Vermutung, dass es sich um eine Gasexplosion handeln könnte. Grundsätzlich gibt es laut Feuerwehr Gas im Gebäude. Einem Sprecher zufolge wurden zwei Wände aus dem Gebäude gedrückt. Anfangs habe es einen Feuerball gegeben und es habe sehr stark gebrannt. Auf Bildern ist zu sehen, dass eine Lücke in der Fassade klafft. Nach Angaben der Polizei von Mittwochvormittag seien Trümmerteile bis auf die andere Straßenseite geschleudert worden.

© dpa-infocom, dpa:261028-930-904114/4

 
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