Explosion in Regensburg: Mehrere Verletzte, zwei Vermisste, Absuche beginnt | Amberg24

vor 3 Stunden
In einem Mehrfamilienhaus in Regensburg kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Explosion und einem Brand.  (Bild: Felix Kirberg/dpa)
In einem Mehrfamilienhaus in Regensburg kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Explosion und einem Brand. (Bild: Felix Kirberg/dpa)
In einem Mehrfamilienhaus in Regensburg kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Explosion und einem Brand. (Bild: Felix Kirberg/dpa)
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In einem Mehrfamilienhaus in Regensburg kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Explosion und einem Brand. (Bild: Felix Kirberg/dpa)

Explosion in Regensburg: Mehrere Verletzte, zwei Vermisste, Absuche beginnt

Bei einer Explosion in einem Regensburger Mehrfamilienhaus sind mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. Weitere Bewohner wurden evakuiert. Ob es sich um eine Gasexplosion handelte, ist noch unklar. Nun rücken die Brandermittler an.

Nach einer Explosion hat es in der Nacht auf Mittwoch in einem Mehrfamilienhaus in Regensburg gebrannt. Der Einsatz im Kasernenviertel dauert nach wie vor an. Vier Wohnungen waren laut Polizei von der Explosion unmittelbar betroffen. Mit Stand von Mittwochmittag sind fünf Personen verletzt, darunter ein Polizist, der eine Rauchgasvergiftung erlitt. Besonders kritisch sei die Lage für zwei weitere Personen, die derzeit noch im Gebäude vermutet werden und als vermisst gelten.

Was war geschehen? Dienstagnacht um 3.54 Uhr wurde die Feuerwehr Regensburg zu einer Explosion in einem mehrstöckigen Wohngebäude in der Von-Reiner-Straße alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte bestätigten: Die Straßenseite eines viergeschossigen Wohnhauses war über zwei Etagen komplett zerstört. Trümmer lagen bis zum gegenüberliegenden Haus. Feuer drang bis in den Dachstuhl. Auf der Gebäuderückseite bot sich laut Polizeibericht das gleiche Bild.

Die Ursache der Explosion ist derzeit unklar, zwischenzeitlich gab es seitens der Polizei die Vermutung, dass es sich um eine Gasexplosion handeln könnte. Grundsätzlich gibt es laut Feuerwehr Gas im Gebäude. Einem Sprecher zufolge wurden zwei Wände aus dem Gebäude gedrückt. Anfangs habe es einen Feuerball gegeben und es habe sehr stark gebrannt.

Gebäude einsturzgefährdet

Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst begannen, die auf der Straße stehenden Menschen zu sichten und die angrenzenden Gebäude zu räumen. Aufgrund der Lage wurde umgehend eine Alarmstufenerhöhung auf Brand 5 und einen „Massenanfall von Verletzten” veranlasst.
Feuerwehrleute bekämpften den Brand von beiden Gebäudeseiten her von außen. Hierzu kamen mehrere B- und C-Rohre sowie zunächst zwei Drehleitern zum Einsatz. Aufgrund der Einsturzgefahr war es nicht möglich in die noch intakten Wohnungen zu gelangen oder den Brand im Innenangriff zu löschen. Immerhin verhinderten die Einsatzkräfte, dass sich das Feuer auf den gesamten Dachstuhl und die Wohneinheiten des Nachbarhauses ausbreitete. Dies bestätigte der Einsatz einer Drohne sowie einer dritten Drehleiter. Über sie war es möglich, den Dachstuhlübergang von außen zu öffnen.

Alle drei betroffenen Hausnummern des Reihen-Mehrfamilienkomplexes wurden durch den Energieversorger von der Strom-, Gas- und Wasserzufuhr getrennt. Die betroffenen Bewohner, die in einer Betreuungsstelle im angrenzenden Antoniushaus gesammelt wurden, können vorerst nicht zurückkehren. Laut Feuerwehr handelte es sich dabei um 27 Personen. In Abstimmung mit dem städtischen Sozialamt werden Unterkünfte organisiert.

Die Brandermittler der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg sind am Einsatzort und haben mit der Spurensicherung und der Ursachenforschung begonnen. Die Ursache der Explosion ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungeklärt. Zur Unterstützung der Ermittlungen sind Kräfte des Landeskriminalamtes sowie die Bereitschaftspolizei vor Ort. Die Bereitschaftspolizei startete mit einer systematischen Absuche im unmittelbaren Umfeld des Einsatzortes, berichtete die Polizei kurz vor Mittwochmittag.

Noch mehrere Stunden

Um zumindest die nicht betroffenen Wohnungen betreten und die Nachbarschaft vor einem möglichen Einsturz zu schützen, ist derzeit das Technische Hilfswerk mit umfangreichen Abstützungsmaßnahmen beschäftigt. Daran sind auch überörtliche Kräfte beteiligt. Diese Arbeiten werden noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen, berichtete die Polizei. Auch am späten Mittwochnachmittag war ein Ende des Einsatzes nicht absehbar.

Die Feuerwehr war bis in den Nachmittag noch mit zwei Löschfahrzeugen und Drehleitern vor Ort. Auch der Rettungsdienst sichert die weiteren Maßnahmen ab. Am Nachmittag meldete das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Regensburg, dass die Feuerwehrkräfte teilweise bis auf Nachlöscharbeiten abgezogen seien. Der Gebäudekomplex sei noch immer geräumt und nicht zugänglich.

Zur Ursache der Explosion und der Schadenshöhe kann auch die Feuerwehr keine Aussage treffen. Neben der Berufsfeuerwehr Regensburg waren oder sind die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Burgweinting, Harting, sowie die Löschzüge Altstadt inklusive der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, Keilberg (Drohne) und Weichs eingesetzt.

Die Polizei bittet alle Personen, die zum Zeitpunkt der Explosion in der Nähe der Von-Reiner-Straße waren oder Besonderheiten (etwa verdächtige Geräusche oder Vorabereignisse) wahrgenommen haben, sich umgehend bei der Kriminalpolizei Regensburg 0941/506-2888 zu melden.

© dpa-infocom, dpa:261028-930-904114/4

 
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