Mehr als nur ein bisschen Bauchweh: Melina spricht auf Instagram über Endometriose | Amberg24

vor 7 Stunden
Erst mit 30 hat Melina die Diagnose Endometriose bekommen.  (Bild: Melina Grützner)
Erst mit 30 hat Melina die Diagnose Endometriose bekommen. (Bild: Melina Grützner)
Erst mit 30 hat Melina die Diagnose Endometriose bekommen. (Bild: Melina Grützner)
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Erst mit 30 hat Melina die Diagnose Endometriose bekommen. (Bild: Melina Grützner)

Mehr als nur ein bisschen Bauchweh: Melina spricht auf Instagram über Endometriose

Melina Grützner weiß, was es heißt, wenn die Periode richtig stark weh tut. Sie hat Endometriose. Lange wurde die Erkrankung bei ihr nicht erkannt, jetzt spricht sie auf Instagram darüber. Über 110 000 Menschen folgen ihr.

Schon während ihrer Schulzeit am Max-Reger-Gymnasium in Amberg hatte Melina Grützner starke Schmerzen, wenn sie ihre Tage bekommen hat. Manchmal ist sie sogar ohnmächtig geworden und musste sich übergeben. „Ich bin in dem Glauben aufgewachsen, dass es normal ist, wenn die Periode weh tut“, sagt die 31-Jährige Influencerin im Gespräch mit Amberg24. Dabei sind die Schmerzen, die sie Monat für Monat aushalten muss, alles andere als normal. Hinter Melinas Beschwerden steckt die Erkrankung Endometriose. Melina ist eine von mindestens zwei Millionen Frauen in Deutschland, die an der chronisch-entzündlichen Erkrankung leiden.

Auf ihrem Instagram-Profil gibt Melina (@melinaophelia) Einblicke in ihr Leben und klärt über Endometriose auf. Schon über 110.000 Menschen folgen ihr, darunter auch bekannte Persönlichkeiten, wie die Gynäkologin und Chefärztin Mandy Mangler und das Model Anna Adamyan, die selbst von Endometriose betroffen ist.

Das Tückische ist, dass man Betroffenen ihr Leid nicht ansieht. So ist es auch bei Melina. „Ich hatte gerade ein paar gute Wochen, war zum Teil sogar symptomfrei und jetzt ist es wieder richtig schwierig“, sagt sie. Vor allem die Unberechenbarkeit der Erkrankung macht der gebürtigen Oberpfälzerin, die in Amberg aufgewachsen ist und mittlerweile in Berlin lebt, zu schaffen. Melina wünscht sich mehr Bewusstsein für Endometriose - nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch bei Ärzten. Ihr Weg zur Diagnose war lang: Erst nach Jahren hat eine Frauenärztin hinter Melinas Schmerzen Endometriose vermutet. Durch eine Operation bekam sie dann Gewissheit.

Bei Endometriose siedelt sich der Gebärmutterschleimhaut ähnliches Gewebe im Bauchraum an, so zu Beispiel an Darm, Blase oder Bauchdecke. Diese sogenannten Herde verursachen Schmerzen und können zu Verwachsungen und Verklebungen führen. Typische Symptome können neben starken Periodenschmerzen auch Blasen- und Darmbeschwerden sowie ein unerfüllter Kinderwunsch sein.

 
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