Ein Mercedes steckt im Schaufenster eines Juweliers in Pressath. Was wie ein Unfall aussieht, soll laut Polizei ein gezielter Einbruch gewesen sein. Trotz Großfahndung fehlt von den Tätern bislang jede Spur.
Ein silberner Mercedes steckt mit dem Heck im Verkaufsraum, die Schaufensterscheiben sind zertrümmert, Glassplitter liegen vor dem Juweliergeschäft in der Eschenbacher Straße in Pressath. Was auf den ersten Blick wie ein Unfall wirken könnte, war nach Angaben der Polizei ein gezielter Einbruch. Unbekannte Täter fuhren am frühen Donnerstagmorgen gegen 1.45 Uhr rückwärts in das Geschäft. „Dort entwendeten sie nach ersten Erkenntnissen Schmuck und flüchteten dann mit einem zweiten Fahrzeug”, informiert Melanie Bäumler, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien.
Das Fluchtfahrzeug sei wenig später an der Bundesstraße in einem Straßengraben gefunden worden, „von den Tätern fehlte aber jede Spur”, sagt Bäumler. Eine sofort eingeleitete Nahbereichssuche, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, blieb bislang ohne Erfolg. Noch immer seien die Täter auf der Flucht.
„Nach aktuellem Ermittlungsstand wurden sowohl der beim Einbruch eingesetzte Mercedes als auch das Fluchtfahrzeug in Oberfranken gestohlen”, informiert Bäumler weiter. Auch die angebrachten Kennzeichen stammen nach bisherigen Erkenntnissen aus einem Diebstahl und gehören nicht zu den Fahrzeugen. Aktuell laufe die Spurensicherung. Die Kriminalpolizei Weiden hat die Ermittlungen übernommen.