MTV Video Music Awards: Gold für Taylor Swift | Amberg24

Taylor Swift freut sich über drei VMA-Preise.  (Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/dpa)
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Taylor Swift freut sich über drei VMA-Preise. (Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/dpa)

MTV Video Music Awards: Gold für Taylor Swift

Im vorigen Jahr räumte Lady Gaga bei den MTV Video Music Awards ab. Diesmal holt Madonna die meisten Trophäen. Doch der Spitzenpreis - und noch mehr - geht an Taylor Swift.

Taylor Swift hat bei der Verleihung der MTV Video Music Awards (VMA) die begehrte Trophäe für das Video des Jahres gewonnen - und Geschichte geschrieben. Die Pop-Ikone ist nun die meist dekorierte Künstlerin mit insgesamt 33 VMA-Trophäen in ihrer Laufbahn. Damit drängte sie Sängerin Beyoncé, die in diesem Jahr nicht im Rennen war, auf den zweiten Platz ab. 

Swift, die in bodenlanger Schwarz-Silber-Robe auf der Bühne schillerte, setzte sich in der Top-Sparte mit ihrem Song „The Fate of Ophelia“ gegen Madonna, Ariana Grande, Bruno Mars, Sabrina Carpenter und Gener8ion mit Rapper Yung Lean durch. 

Swift widmet ihren Preis Dolly Parton

Die Sängerin widmete ihren Preis der kürzlich gestorbenen Country-Ikone Dolly Parton. Parton sei das „ultimative Showgirl“ gewesen, sagte Swift in ihrer Dankesrede am Ende der Trophäenshow in Los Angeles. Jeder Song, den Parton geschrieben habe, sei „so lebendig und so tiefgründig“ gewesen, schwärmte der Star. 

Swift holte auch die VMA-Trophäe in der Sparte „Beste Regie“ für den Song „Opalite“. Zudem wurde die Pop-Ikone mit einem neuen Sonderpreis („Artist Director Honors“) für Regiearbeit geehrt. In den letzten 20 Jahren habe sie rund 60 Musikvideos gemacht, von denen sie 18 selbst geschrieben und inszeniert habe, betonte Swift. Sie würde es „wirklich lieben“, bei Musikvideos Regie zu führen. Schauspielerin Dakota Johnson hatte Swift den „Artist Director Honors“ überreicht - und sie als visionäre Geschichtenerzählerin gepriesen. 

Stürmischen Applaus gab es für Swifts Musikvideo zu ihrem neuen Song „Patient Zero“, das bei der Gala seine Weltpremiere feierte. Das Lied handelt von einer toxischen Beziehung. Die Hollywood-Stars Johnson und Colin Farrell treten in dem Video als streitendes Liebespaar auf. 

Madonna räumt ab

Noch häufiger als Swift kam aber Superstar Madonna auf die Bühne. Die 68-Jährige war mit 13 Nominierungen als Favoritin ins Rennen gegangen und räumte am Ende sieben Preise ab, darunter als Künstlerin des Jahres, für ihre Zusammenarbeit mit Sabrina Carpenter an dem Song „Bring your Love“ und in Sparten wie Kamera, Tanz und Album für ihr Musikvideo „Confessions II - The Film“. 

Madonna, die vor 23 Jahren ihren letzten musikalischen Live-Auftritt bei den MTV Video Music Awards hatte, eröffnete diesmal auch die Show mit einem fetzigen Medley von ihrem Album „Confessions on a Dance Floor II“. Sie holte Dutzende Sänger und Tänzer auf die Bühne. Sabrina Carpenter und die Queen of Pop sangen ihren Duett-Song „Bring Your Love“. Mit Charli XCX debütierte Madonna die gemeinsame Aufnahme „Danceteria Afterhours“ mit dem Refrain „Everybody get up and dance“. 

Madonna erinnert an ihren ersten Auftritt

Bei ihrer Dankesrede für den Preis als Künstlerin des Jahres erinnerte Madonna an ihren ersten VMA-Auftritt im Jahr 1984, als einiges mit ihrem Outfit schieflief und ein Teil ihrer Pobacke zu sehen gewesen sei. Ihr Manager hätte damals gesagt, dass ihre Karriere damit wohl vorbei sei, erzählte die Sängerin. Diesmal trug sie zeitweise einen Bodysuit aus Spitze und extrem knappe Shorts. 

Preise gingen unter anderem auch an Sienna Spiro (Beste neue Künstlerin), Lisa (Best Pop), BTS (Song des Jahres, K-Pop, Beste Gruppe) und Ariana Grande für „hate that i made you love me“ als Song des Sommers. 

Tribute und ein Ehrenpreis für Nirvana 

Die legendäre Grunge-Band Nirvana („Smells Like Teen Spirit“, „Come As You Are“) wurde mit dem begehrten Video Vanguard Award ausgezeichnet. Die Trophäe zollt dem Einfluss des Preisträgers auf die Musikszene Tribut. Zu früheren Gewinnerinnen und Gewinnern zählen Jennifer Lopez, Katy Perry, Rihanna, Beyoncé, Justin Timberlake und Madonna. 

Die Band Nirvana um Frontman Kurt Cobain (1967-1994) stand 1992 erstmals auf der VMA-Bühne. Unter lautem Applaus nahmen jetzt die früheren Bandmitglieder Krist Novoselic, Dave Grohl und Pat Smear die Auszeichnung entgegen. „Kurt war einzigartig“, sagte Novoselic. 

Country-Sängerin Kacey Musgraves rührte mit einem ergreifenden Tribut an Dolly Parton zu Tränen. Die Country-Ikone („Jolene“, „Nine to Five“) war im August im Alter von 80 Jahren gestorben. Musgraves interpretierte Partons Hit „I Will Always Love You“. Eine bewegende musikalische Hommage gab es auch für den britischen Sänger George Michael, der im Dezember 2016 im Alter von 53 Jahren gestorben war. 

Die Trophäen-Show in Los Angeles wurde erstmals von Rapper Snoop Dogg moderiert. Die Preise werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen. Die Trophäen stellen eine Astronautenfigur dar, die eine MTV-Fahne in der Hand hält.

© dpa-infocom, dpa:260928-930-754282/4

 
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