Muhammed Keskin verkauft Döner in Neukirchen aus dem Foodtruck | Amberg24

vor 2 Stunden
Kamiran Khaleel(l.) und Muhammed Keskin(r.) verkaufen gemeinsam Döner und andere türkische Speisen in Neukirchen. (Bild: Valerie Preiß)
Kamiran Khaleel(l.) und Muhammed Keskin(r.) verkaufen gemeinsam Döner und andere türkische Speisen in Neukirchen. (Bild: Valerie Preiß)
Kamiran Khaleel(l.) und Muhammed Keskin(r.) verkaufen gemeinsam Döner und andere türkische Speisen in Neukirchen. (Bild: Valerie Preiß)
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Kamiran Khaleel(l.) und Muhammed Keskin(r.) verkaufen gemeinsam Döner und andere türkische Speisen in Neukirchen. (Bild: Valerie Preiß)

Muhammed Keskin verkauft Döner in Neukirchen aus dem Foodtruck

Schon seit Januar hat in Neukirchen an zwei Tagen in der Woche ein Döner-Imbisswagen geöffnet. Jetzt wagt der Besitzer Muhammed Keskin den nächsten Schritt. Wie er auf die Idee kam, nach Neukirchen zu gehen.

Einen Imbisswagen, der Döner in Neukirchen verkauft, hätten wohl viele vor einigen Monaten noch für ein Märchen gehalten. Doch schon seit Anfang des Jahres steht genau so ein Wagen an der Hauptstraße des Dorfes und verkauft an zwei Tagen in der Woche türkische Speisen, darunter auch den typischen Döner. Ab dem kommenden Montag öffnet der Betreiber, Muhammed Keskin, zusammen mit seinem Kollegen, Kamiran Khaleel, auch an den restlichen Wochentagen sein Geschäft auf Rädern.

Muhammed Keskin stammt aus der Türkei. Dort arbeitete er jahrelang selbsständig als Textilkaufmann, bis er seine jetzige Frau kennenlernte. Die gebürtige Ambergerin wohnte zeitweise in der Türkei, doch nach der Heirat zog es sie zurück in die Heimat und so verließ Muhammed sein Land und zog in die weit entfernte Oberpfalz. Mittlerweile lebt er seit 28 Jahren zusammen mit seiner Frau und den zwei gemeinsamen Kindern in Amberg. Bei der Frage, was ihm an der Arbeit besonders gefalle, muss Muhammed nicht lang überlegen: „Das Reden mit dem Kunden, das hat mir damals schon gut gefallen.” Auch das lange Stehen hinter dem Tresen macht Muhammed nichts aus, ganz im Gegenteil: „Ich kann nicht sitzen, ich muss mich immer bewegen”, sagt der Amberger. Eine Arbeit im Büro oder in einer Fabrik kann er sich hingegen überhaupt nicht vorstellen.

Gute Kundschaft in Neukirchen

Seinen Kollegen Kamiran Khaleel lernte Muhammed über die Arbeit in Dönerläden kennen. Kamiran ist geboren und aufgewachsen im Irak, doch auch er kam schon vor über zehn Jahren nach Deutschland. Als sich Muhammed vor etwa einem Jahr den Traum eines eigenen Döner-Imbisswagens erfüllte, stieg Kamiran mit in das Geschäft ein und arbeitet heute als Angestellter.

Sowohl in Amberg, als auch in Vilseck war Muhammed mit seinem Imbisswagen schon unterwegs, doch besonders ein Unterschied fällt ihm im Vergleich zu Neukirchen auf: „Hier ist es anders als in der Großstadt, alle kennen sich. Und auch zu mir sind die Leute alle sehr nett und freundlich”.

Mögliche Pläne für die Zukunft

In den nächsten Monaten möchte Muhammed weiter testen, ob das Geschäft in Neukirchen auch mit den erweiterten Öffnungszeiten gut läuft. Wenn ja, könnte er sich vorstellen, einen dauerhaften Dönerladen in Neukirchen zu eröffnen. Damit könnte er seine Leidenschaft zu seinem Hauptberuf machenund dem Wunsch nachgehen, noch weitere türkische Speisen selbst zu verkaufen. Sicher ist, auch jetzt schon fühlt sich Muhammed Keskin sehr wohl und willkommen geheißen in der Gemeinde Neukirchen.

 
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