Neubau der Flembachbrücke bei Michelfeld startet | Amberg24

So sehen die Schadstellen an der Flembachbrücke bei Michelfeld aus. (Bild: upl)
So sehen die Schadstellen an der Flembachbrücke bei Michelfeld aus. (Bild: upl)
So sehen die Schadstellen an der Flembachbrücke bei Michelfeld aus. (Bild: upl)
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So sehen die Schadstellen an der Flembachbrücke bei Michelfeld aus. (Bild: upl)

Neubau der Flembachbrücke bei Michelfeld startet

Die Flembachbrücke bei Michelfeld wird seit Juni erneuert. Die Bauarbeiten erfordern eine Vollsperrung der B85 und sollen in Schnellbauweise durchgeführt werden.

Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach erneuert die Flembachbrücke bei Michelfeld im Zuge der Bundesstraße B85. Die bestehende Brücke wird laut einer Mitteilung abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die Bauarbeiten beginnen Mitte Juni 2026.

Die bestehende Flembachbrücke wurde 1949 errichtet, der Überbau 1971 erneuert. Aufgrund des Alters und erheblicher Schäden an der Bausubstanz sei ein Ersatzneubau nun zwingend erforderlich. Zu den festgestellten Schäden zählen laut dem Staatlichen Bauamt unter anderem Abplatzungen mit freiliegender Bewehrung, Längsrisse sowie Durchfeuchtungen; zusätzlich bestehen konstruktive Defizite, die eine wirtschaftliche Instandsetzung nicht mehr zulassen.

Mehrere Abschnitte

Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten: Seit 15. Juni laufen die Vorarbeiten, die Einrichtung der Baustelle sowie die Verrohrung des Flembachs. Ab Samstag, 2. August, werden die B85 gesperrt, das bestehende Bauwerk abgebrochen und die Brücke neugebaut. Für Samstag, 10. Oktober, sind die Verkehrsfreigabe der B85 und das Ende der Umleitung über Michelfeld vorgesehen. Bis Samstag, 31. Oktober, sollen die Restarbeiten und der Rückbau der Baustelleneinrichtungsflächen abgeschlossen sein.

Da die bestehende Brücke abgebrochen und neu errichtet werden muss, könne die Baumaßnahme ausschließlich unter Vollsperrung der B85 erledigt werden. Eine geeignete großräumige Umleitungsstrecke steht laut Bauamt nicht zur Verfügung. Auch eine Behelfsumfahrung – wie sie bei den beiden Brückenerneuerungen im Zuge der B470 bei Auerbach umgesetzt wurde – habe unter anderem aus Gründen des Ökologie- und Grundwasserschutzes nicht realisiert werden können. Der Verkehr wird deshalb während der Bauzeit durch den Ort Michelfeld geführt.

Zehn Wochen Sperrung

Um die Belastungen für Verkehrsteilnehmer und Anwohner möglichst gering zu halten, wurde die Vollsperrung auf lediglich zehn Wochen begrenzt. Ein vollständiger Brückenersatzneubau innerhalb eines derart kurzen Zeitfensters sei äußerst anspruchsvoll. Die Maßnahme werde daher als Pilotprojekt „Schnellbauweise“ der Bayerischen Staatsbauverwaltung umgesetzt.
Während der Sperrung ist aufgrund der Umleitung durch Michelfeld mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen im Ort zu rechnen. Zudem kann es insbesondere während der Abbrucharbeiten zu Lärmimmissionen kommen. Die Arbeiten werden grundsätzlich unter vollständiger Ausnutzung des Tageslichts erledigt. Um den engen Zeitplan einhalten zu können, können zeitweise jedoch auch Arbeiten in den Nachtstunden sowie an Sonntagen erforderlich werden. Darüber werde gesondert informiert.
Das Staatliche Bauamt bittet daher um Verständnis für die dringend notwendige Maßnahme und die damit verbundenen unvermeidbaren Einschränkungen. Die Kosten für die Maßnahme gibt das Staatliche Bauamt mit rund 3,2 Millionen Euro an, die Finanzierung erfolgt durch den Bund.

 
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