Waldbrand in Ruhpolding: Bergwacht Amberg und Sulzbach-Rosenberg im Einsatz | Amberg24

vor 56 Minuten
Beim Katastrophenfall aufgrund des Bergwaldbrandes in Ruhpolding sind Einsatzkräfte aus der Oberpfalz, vor allem aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach mehrere Tage im Einsatz.  (Bild: Alexander Renner, Bergwacht Bayern)
Beim Katastrophenfall aufgrund des Bergwaldbrandes in Ruhpolding sind Einsatzkräfte aus der Oberpfalz, vor allem aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach mehrere Tage im Einsatz. (Bild: Alexander Renner, Bergwacht Bayern)
Beim Katastrophenfall aufgrund des Bergwaldbrandes in Ruhpolding sind Einsatzkräfte aus der Oberpfalz, vor allem aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach mehrere Tage im Einsatz. (Bild: Alexander Renner, Bergwacht Bayern)
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Beim Katastrophenfall aufgrund des Bergwaldbrandes in Ruhpolding sind Einsatzkräfte aus der Oberpfalz, vor allem aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach mehrere Tage im Einsatz. (Bild: Alexander Renner, Bergwacht Bayern)

Waldbrand in Ruhpolding: Bergwacht Amberg und Sulzbach-Rosenberg im Einsatz

Beim Waldbrand am Saurüsselkopf in Ruhpolding waren auch Einsatzkräfte aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg beteiligt. Die Bergwacht unterstützte die Löscharbeiten im schwierigen Gelände.

Am Saurüsselkopf bei Ruhpolding im Landkreis Traunstein ist am Sonntag, 3. Mai, ein Feuer im Gipfelbereich ausgebrochen, das zu einem Katastrophenfall führte. Die Feuerwehren des Landkreises, die Staatsforsten, die Bergwacht, die Bundeswehr und die Polizei löschten zehn Tage lang einen der größten Bergwaldbrände in Bayern. Wie die Bergwacht Bayern mitteilt, waren mehr als zehn Hubschrauber tagelang im Einsatz und warfen aus der Luft Wasser ab. Der Einsatz entwickelte sich für die gesamte Bergwacht Bayern zu einem Großeinsatz, der Personal und Material aus ganz Bayern forderte. Mittendrin waren Einsatzkräfte aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach.

Ab Donnerstag unterstützte eine Einsatzkraft der Bergwacht Amberg in der Einsatzleitung in Ruhpolding. Am Sonntag, 10. Mai, wurden weitere Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern aus den Regionen Bayerwald und Hochland Ost angefordert, um die regionalen Bergretter abzulösen. Fünf Einsatzkräfte der Bergwacht Amberg und eine Einsatzkraft aus Sulzbach-Rosenberg machten sich daraufhin mit Kollegen aus Regensburg, Weiden und Deggendorf auf den Weg nach Ruhpolding. Von Montagmorgen 6.30 bis Mittwoch 19 Uhr waren die Oberpfälzer im Einsatz. Die Bergretter waren täglich im steilen Gelände unterwegs, um die Einsatzkräfte der Feuerwehr bei ihren Löscharbeiten zu sichern und Material zu transportieren.

Wetter erschwert Löscharbeiten

Dabei hatten die Retter mit Wind und Wetter zu kämpfen: Während am Montagmorgen warme Temperaturen für Anstrengung am Berg sorgten, musste das Einsatzgebiet mittags akut wegen eines Gewitters geräumt werden. Am Dienstag sorgte Neuschnee ab etwa 800 Metern Höhe am Saurüsselkopf für starke Einschränkungen der Einsatzmaßnahmen. Am Mittwoch waren die ehrenamtlichen Helfer dann wieder bei trockenem Wetter im steilen Gelände unterwegs und löschten die letzten Glutnester.

Da die Bereiche absturzgefährdet waren und die abgebrannte Vegetation das Sichern schwierig machte, waren Bergwacht und Feuerwehr ausgerüstet mit Steigeisen seilversichert unterwegs. Während Hubschrauber der Polizei aus der Luft gezielt Wasser abwarfen, waren die Mannschaften am Boden mit Löschrucksäcken und speziellen Werkzeugen zur Bearbeitung des brennenden Waldbodens unterwegs. Eine Bergwachtnotärztin aus Amberg war zudem als Absicherung für die Einsatzkräfte in Bereitstellung am Hubschrauberlandeplatz. Nachdem die Brandbekämpfung am Mittwochabend abgeschlossen wurde, reisten die Kräfte aus der Oberpfalz mit den letzten verbleibenden Einsatzkräften der Bergwacht Bayern ab.

Einsätze in der Heimat

Viel Zeit zum Nachholen von Schlaf und zur Aufbereitung der Ausrüstung blieb den Rettern aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg nicht. Am Feiertag waren die Bergwachten aus Sulzbach-Rosenberg, Amberg, Lauf-Hersbruck und Nürnberg bei zwei Einsätzen im Landkreis Amberg-Sulzbach gefordert. Bereits kurz nach 11 Uhr versorgten Einsatzkräfte eine am Sprunggelenk verletzte Person am Felsentor bei Hauseck im Hirschbachtal. Am Nachmittag kam es im Grenzgebiet zum Landkreis Nürnberger Land zu einem Kletterunfall an den Katzenlöchern. Erneut waren die Bergwachten zusammen mit Rettungsdienst, Feuerwehr und einem Rettungshubschrauber aus Nürnberg im Einsatz, um die schwerverletzte 33-Jährige zu retten.

 
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