Auch an der OTH Amberg-Weiden: CSU fordert 1000 Euro Gebühren für ausländische Studenten | Amberg24

vor 8 Stunden
Eine Szene vom OTH Campus in Weiden. Studenten ohne EU-Pass sollen hier künftig Studentengebühren bezahlen. (Archivbild: Gabi Schönberger)
Eine Szene vom OTH Campus in Weiden. Studenten ohne EU-Pass sollen hier künftig Studentengebühren bezahlen. (Archivbild: Gabi Schönberger)
Eine Szene vom OTH Campus in Weiden. Studenten ohne EU-Pass sollen hier künftig Studentengebühren bezahlen. (Archivbild: Gabi Schönberger)
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Eine Szene vom OTH Campus in Weiden. Studenten ohne EU-Pass sollen hier künftig Studentengebühren bezahlen. (Archivbild: Gabi Schönberger)

Auch an der OTH Amberg-Weiden: CSU fordert 1000 Euro Gebühren für ausländische Studenten

An Bayerns Hochschulen steigt die Zahl der Studenten aus Nicht-EU-Ländern. Der Arbeitskreis Hochschule der CSU fordert nun Konsequenzen: Studenten aus Drittstaaten sollen Gebühren zahlen. Das könnte besonders die OTH Amberg-Weiden treffen.

Studenten aus Nicht-EU-Ländern an Bayerns Hochschulen sollen künftig mindestens 1000 Euro Studiengebühren pro Semester zahlen. Diese Forderung hat der Arbeitskreis Hochschule und Kultur der CSU (AKH) am Montag öffentlich gemacht. Mit der bevorstehenden Novelle des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes sollen die Studiengebühren für sogenannte Drittstaatsangehörige an allen staatlichen Hochschulen in Bayern verpflichtend werden, heißt es in dem AKH-Vorschlag, der Oberpfalz-Medien vorab vorliegt. Die 1000 Euro pro Semester sollen als Untergrenze dienen. Die tatsächliche Höhe kann jede Hochschule selbst festlegen.

„Studiengebühren für Drittstaatsangehörige sind kein Signal gegen Internationalität, sondern für Qualität“, begründet der AKH-Landesvorsitzende Stephan Oetzinger den Vorstoß. Gerade für internationale Studierende seien gute Bedingungen nötig, um erfolgreich zu studieren und sich in Bayern einzubringen, erklärt der Landtagsabgeordnete aus dem Stimmkreis Weiden. „Dafür müssen wir gezielt investieren und die Finanzierung verlässlich sicherstellen“, fügt Oetzinger hinzu.

Zweckgebundenes Geld

Der Vorschlag des AKH sieht vor, dass die Einnahmen zweckgebunden in bessere Studienbedingungen fließen sollen. Insbesondere Einrichtungen wie „Welcome-Center“, Sprachkurse, Mentoring und Beratungsangebote sowie die Hilfe beim Berufseinstieg für ausländische Studierende sollen aus diesen Mitteln gefördert werden. Ausnahmen und Stipendien sollen sicherstellen, „dass finanzielle Hürden besonders begabte Studierende nicht ausschließen“, heißt es in einer Erklärung weiter.

Mit dem Vorstoß reagiert der Arbeitskreis auch auf den starken Anstieg von Studierenden aus Drittstaaten in den vergangenen Jahren. Von den zuletzt rund 400.000 Studierenden in Bayern haben etwa 73.000 keinen deutschen Pass, 60.000 davon kommen aus Ländern außerhalb der EU. Besonders hoch ist der Anteil an der OTH Amberg-Weiden.

Über 50 Prozent in Weiden

Laut dem jüngsten Jahresbericht lag der Anteil dort bei 53 Prozent. Von den 4687 Studentinnen und Studenten hatten 2485 keinen deutschen Pass, wobei nicht zwischen EU-Ausländern und Studierenden aus Drittstaaten unterschieden wird. Zwischen dem Wintersemester 2022/2023 und dem Sommersemester 2026 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.

Der Vorstoß der AKH solle an der Internationalisierung der bayerischen Hochschulen nichts ändern, aber dazu beitragen, den zusätzlichen Aufwand besser zu bewältigen. Beispiele wie die Technische Universität München zeigten, dass solche Gebühren auch in der Praxis funktionieren.

 
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