Das Polizeipräsidium Oberpfalz setzt GPS-Köderfahrräder ein, um Fahrraddiebstähle zu bekämpfen und Täter zu überführen. Die Maßnahme soll auch abschreckend wirken.
Das Polizeipräsidium Oberpfalz geht neue Wege im Kampf gegen Fahrraddiebstähle. Ab sofort werden speziell präparierte Fahrräder mit GPS-Sendern als Köderfahrräder in der gesamten Oberpfalz im öffentlichen Raum platziert – auch etwa in Weiden und Amberg. „Genau können wir die Standorte natürlich nicht verraten“, bittet Jonas Krauß, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, um Verständnis. Sonst seien Diebe ja auch gewarnt.
Die Maßnahme zielt darauf ab, insbesondere professionell agierende Diebesbanden zu überführen. Fahrraddiebstähle sind seit Jahren ein zentrales Thema in der Oberpfalz, wobei zunehmend organisierte Tätergruppen festgestellt werden. Die Ermittlungen gestalten sich oft schwierig, weshalb die Polizei nun auf diese innovative Methode setzt. In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Fälle von Fahrraddiebstählen in der Oberpfalz durchschnittlich bei rund 1600, wie Pressesprecher Krauß schildert. Die Aufklärungsquote liegt bei 20 Prozent. „Nicht ganz so hoch wie bei anderen Fällen“, sagt Krauß. Deshalb wolle man hier natürlich besser werden.
Die Köderfahrräder sind hochwertige Modelle, die an geeigneten Orten abgestellt werden, heißt es. Wird ein solches Fahrrad gestohlen, kann sein Standort in Echtzeit verfolgt werden. Die Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften der Oberpfalz. Einsatzkräfte können so entwendete Fahrräder schnell lokalisieren und Tatverdächtige stellen. Ziel ist es, Tätergruppen zu identifizieren und bandenmäßig begangene Diebstähle konsequent zu verfolgen. Gleichzeitig soll die Maßnahme eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Täter haben.