Mit 20 im Gemeinderat: Anton Zitzler mischt Schmidmühlen auf | Amberg24

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Vor dem Rathaus in Schmidmühlen wird Anton Zitzler in Zukunft öfter stehen – er ist der jüngste Gemeinderat im Landkreis Amberg-Sulzbach. (Bild: Wolfgang Steinbacher)
Vor dem Rathaus in Schmidmühlen wird Anton Zitzler in Zukunft öfter stehen – er ist der jüngste Gemeinderat im Landkreis Amberg-Sulzbach. (Bild: Wolfgang Steinbacher)
Vor dem Rathaus in Schmidmühlen wird Anton Zitzler in Zukunft öfter stehen – er ist der jüngste Gemeinderat im Landkreis Amberg-Sulzbach. (Bild: Wolfgang Steinbacher)
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Vor dem Rathaus in Schmidmühlen wird Anton Zitzler in Zukunft öfter stehen – er ist der jüngste Gemeinderat im Landkreis Amberg-Sulzbach. (Bild: Wolfgang Steinbacher)

Mit 20 im Gemeinderat: Anton Zitzler mischt Schmidmühlen auf

Ab Mai ist Anton Zitzler Gemeinderat in Schmidmühlen. Mit 20 Jahren ist er der Jüngste im ganzen Landkreis. Doch wie kommt man in so jungen Jahren zur Kommunalpolitik? Wir haben nachgefragt.

Anton Zitzler wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normaler 20-Jähriger: braune Haare, Jeans, Hemd, Jacke. Doch seit der Kommunalwahl am 8. März ist klar: Er wird in den nächsten sechs Jahren im Marktgemeinderat von Schmidmühlen sitzen. Damit ist er der jüngste Gemeinderat im gesamten Landkreis Amberg-Sulzbach. Zitzler trat auf Listenplatz 1 der Bürgerbewegung Schmidmühlen an – eine Liste, die er selbst gegründet hat.

Aufgewachsen ist der 20-Jährige in Schmidmühlen, dort hat er sein ganzes bisheriges Leben verbracht. Nach der Realschule besuchte er die FOS und machte sein Abitur. Seit vergangenem Herbst studiert er Jura in Regensburg. Trotzdem bleibt er seiner Heimat treu: Er pendelt täglich. „Schmidmühlen gefällt mir einfach“, sagt er. Besonders das Marktfest hat es ihm angetan – für ihn eines der Highlights im Ort.

Während viele nach dem Schulabschluss erst einmal Abstand von zuhause suchen, bleibt Zitzler bewusst in seiner Heimat verwurzelt – jetzt auch politisch. Im Gemeinderat will er vor allem etwas für junge Menschen bewegen. Ein wichtiges Thema ist für ihn die Modernisierung der Grundschule. Sein Ziel: Schmidmühlen soll langfristig attraktiv bleiben – auch für die nächste Generation.

Das will er bewegen

Auch bei der Turnhalle sieht er Verbesserungsbedarf. Die Zeiten sollten flexibler vergeben werden, damit mehr Vereine sie effektiver nutzen können. Außerdem will er den Ortskern wieder beleben. Es brauche mehr Orte für Jugendliche – zum Treffen, Sport machen oder einfach Zusammensitzen. „Das ist in den letzten Jahren, auch durch Corona, verloren gegangen“, sagt Zitzler.

Sein Appell: Junge Leute sollen sich politisch einbringen. Er grenzt sich zwar politisch klar von der Jungen Union ab – die im Landkreis mit vielen Listen angetreten ist – zugleich betont er, wie wichtig es ist, dass sich junge Menschen engagieren und frischen Wind in die Politik bringen. „Junge Meinung ist meistens abstrakter, vielleicht auch ein bisschen mit jugendlichem Wahnsinn verbunden“, erklärt er. Es ist aber wichtig, dass nicht nur die 40- bis 70-Jährigen ihre Meinungen rausposaunen, fügt Zitzler schmunzelnd an.

 
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